Kalk am Wasserhahn entfernen, wenn die Armatur nachtropft

Nach dem Händewaschen bleibt am Auslauf ein kleiner Tropfen hängen. Er löst sich erst nach einigen Sekunden und hinterlässt eine feine Spur am Becken. Am Rand des Auslaufs sind helle Ablagerungen zu erkennen.


Problem und Kontext

Wenn eine Armatur nachtropft, liegt die Ursache nicht immer an einer beschädigten Dichtung. Häufig setzen sich Kalk und Mineralien im Inneren der Armatur ab. Diese Ablagerungen beeinflussen die Beweglichkeit der Bauteile.

Hartes Wasser begünstigt die Bildung von Kalk. Mit jeder Nutzung lagern sich kleine Mengen ab. Besonders betroffen sind der Auslauf, der Perlator und die inneren Dichtflächen.

Durch die ungleichmäßige Oberfläche kann die Dichtung nicht mehr vollständig schließen. Es entsteht eine minimale Öffnung, durch die Wasser nachläuft. Das Tropfen tritt oft erst verzögert auf.

Auch der Wasserdruck kann sich verändern, wenn Kalk den Durchfluss behindert. Dadurch entstehen kleine Druckunterschiede im Inneren der Armatur.


Typische Alltagssituationen

Nach dem Duschen oder Händewaschen tropft der Wasserhahn noch einige Sekunden weiter. Man wartet, doch das Geräusch bleibt.

Am Auslauf sind weißliche oder gräuliche Ränder sichtbar. Diese lassen sich mit dem Finger spüren. Sie fühlen sich rau an.

Der Wasserstrahl wirkt ungleichmäßig. Manchmal spritzt er leicht zur Seite. Das deutet auf Ablagerungen im Perlator hin.

Auch bei neuen Dichtungen kann das Nachtropfen bestehen bleiben, wenn Kalk im Inneren nicht entfernt wurde.


Warum das im Alltag stört

Ein nachtropfender Wasserhahn sorgt für ständige Feuchtigkeit im Beckenbereich. Das begünstigt weitere Kalkränder.

Das wiederkehrende Tropfen kann in ruhigen Momenten als störend empfunden werden. Besonders nachts fällt es stärker auf.

Zusätzlich steigt der Reinigungsaufwand. Kalkspuren müssen regelmäßig entfernt werden, damit die Armatur gepflegt aussieht.

Bleiben Ablagerungen bestehen, kann sich die Funktionsfähigkeit der Armatur weiter verschlechtern. Bewegliche Teile arbeiten nicht mehr gleichmäßig.


Was im Alltag wirklich hilft

Um Kalkablagerungen gezielt zu lösen, sollte die Armatur gründlich entkalkt werden. Zunächst wird der Perlator abgeschraubt und separat gereinigt.

Anschließend werden sichtbare Kalkreste am Auslauf und an erreichbaren Stellen entfernt. Wichtig ist eine materialschonende Reinigung, damit Oberflächen nicht beschädigt werden.

Für eine gleichmäßige und schonende Kalklösung eignet sich ein Armaturen-Entkalker kalklösend materialschonend. Er wird gemäß Anleitung aufgetragen und ausreichend einwirken gelassen.

Nach dem Einwirken werden die gelösten Rückstände mit klarem Wasser abgespült. Anschließend wird die Armatur wieder montiert und der Wasserfluss geprüft.


Worauf man achten sollte

Vor der Anwendung sollte geprüft werden, aus welchem Material die Armatur besteht. Nicht jeder Reiniger ist für alle Oberflächen geeignet.

Der Entkalker sollte nicht länger als empfohlen einwirken. Zu lange Kontaktzeiten können empfindliche Beschichtungen beeinträchtigen.

Nach der Reinigung sollten alle Teile vollständig mit Wasser abgespült werden. Rückstände können sonst erneut Ablagerungen begünstigen.

Der Perlator sollte sorgfältig wieder eingesetzt und handfest angezogen werden. Ein schiefes Gewinde kann zu weiteren Undichtigkeiten führen.


Fazit

Kalkablagerungen sind eine häufige Ursache für nachtropfende Armaturen. Eine gezielte und regelmäßige Entkalkung kann das Problem deutlich reduzieren.
Wer Ablagerungen frühzeitig entfernt, erhält die Funktion und verlängert die Lebensdauer der Armatur.