Am Waschbecken bleibt nach dem Zudrehen ein einzelner Tropfen hängen. Kurz darauf löst er sich und fällt ins Becken. Dieses leise Geräusch wiederholt sich in gleichmäßigen Abständen und hört nicht von selbst auf.
Problem und Kontext
Ein tropfender Wasserhahn ist häufig ein Hinweis auf verschlissene oder verhärtete Dichtungen im Inneren der Armatur. Diese kleinen Bauteile sorgen dafür, dass das Wasser beim Schließen zuverlässig gestoppt wird. Mit der Zeit verlieren sie jedoch ihre Elastizität.
Durch Kalkablagerungen, Druckschwankungen oder häufiges Öffnen und Schließen entstehen feine Undichtigkeiten. Das Wasser findet dann einen minimalen Weg an der Dichtung vorbei. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges Nachtropfen.
In vielen Fällen ist nicht die gesamte Armatur betroffen. Oft genügt es, die betroffene Dichtung zu ersetzen. Voraussetzung ist, dass man die Ursache klar erkennt und gezielt vorgeht.
Typische Alltagssituationen
Der Wasserhahn tropft besonders nach dem Zudrehen. Man dreht ihn fester zu, doch das Tropfen bleibt. Manchmal wird es sogar stärker, wenn zu viel Druck ausgeübt wird.
Bei Einhebelmischern fällt auf, dass der Hebel nicht mehr geschmeidig läuft. Er fühlt sich leicht schwergängig an. Gleichzeitig bildet sich unter dem Auslauf regelmäßig ein kleiner Wasserfleck.
In anderen Fällen tropft die Armatur nur bei Warmwasser. Das kann daran liegen, dass sich das Material bei Wärme leicht ausdehnt und die Dichtung ihre Form nicht mehr vollständig hält.
Auch ein Tropfen am Fuß der Armatur oder am Gewinde kann auf eine verschlissene Dichtung hinweisen. Hier wird die Undichtigkeit oft erst bemerkt, wenn sich Kalkspuren zeigen.
Warum das im Alltag stört
Ein dauerhaft tropfender Wasserhahn verursacht über Wochen hinweg einen unnötigen Wasserverlust. Selbst kleine Mengen summieren sich mit der Zeit.
Das wiederkehrende Tropfgeräusch kann besonders nachts als störend empfunden werden. In ruhiger Umgebung wird das Geräusch deutlicher wahrgenommen.
Zusätzlich entstehen Kalkränder am Becken und am Auslauf. Diese Ablagerungen sind optisch sichtbar und müssen regelmäßig entfernt werden.
Wird das Problem nicht behoben, kann sich die Undichtigkeit vergrößern. Die Belastung auf andere Bauteile steigt, was weitere Reparaturen notwendig machen kann.
Was im Alltag wirklich hilft
In vielen Fällen genügt es, die betroffene Dichtung zu ersetzen. Dazu wird zunächst das Wasser abgestellt. Anschließend wird die Armatur vorsichtig geöffnet.
Die alte Dichtung wird entnommen und auf Beschädigungen geprüft. Häufig ist sie spröde, verformt oder leicht eingerissen. Eine neue, passgenaue Dichtung stellt die Abdichtung wieder her.
Praktisch ist ein Set mit verschiedenen Größen wie das Universal-Dichtungsringe O-Ring Set für Armaturen. Damit lässt sich die passende Dichtung direkt auswählen und einsetzen.
Nach dem Einbau wird die Armatur wieder zusammengesetzt und das Wasser langsam aufgedreht. Wenn kein Tropfen mehr sichtbar ist, war die Dichtung die Ursache.
Worauf man achten sollte
Vor dem Öffnen der Armatur sollte die Wasserzufuhr vollständig geschlossen sein. Restwasser kann über ein Tuch aufgefangen werden.
Die entnommene Dichtung sollte genau vermessen werden. Durchmesser und Stärke müssen zur neuen Dichtung passen. Zu kleine oder zu große Ringe führen erneut zu Undichtigkeiten.
Beim Einsetzen sollte die Dichtung nicht verdreht werden. Sie muss sauber in ihrer vorgesehenen Nut sitzen. Rückstände von Kalk oder Schmutz sollten vorher entfernt werden.
Beim Zusammenschrauben ist gleichmäßiger Druck wichtig. Ein zu starkes Anziehen kann neue Spannungen erzeugen und das Material beschädigen.
Fazit
Ein tropfender Wasserhahn ist häufig auf eine verschlissene Dichtung zurückzuführen. Der Austausch ist mit etwas Sorgfalt gut umsetzbar.
Wer die richtige Größe wählt und sauber arbeitet, kann das Tropfen dauerhaft stoppen.